Die Maschinen

Wie alles begann:

Einige Jahrzehnte ist es her, da hab ich mir mal einen kleinen Grill geleistet, ein sogenanntes Grillfass aus Guss. Die Größe der Grillfläche konnte man eher als homöopatisch bezeichnen, aber es war mein. Irgendwann gabs dann mal einen größeren Rundgrill aus lackiertem Stahlblech. Der hatte schon Räder und ließ sich so etwas einfacher bewegen. Das Rost war aus verchromten Stahl. Schon beim ersten Grillen verging mir das Vergnügen. Die Lack verbrannte und stankt eklig. Danach sah der Grill auch nicht mehr so schick aus. Nunja, er musste ein paar Jahre halten. Der Chrom blätterte dann irgendwann von der Roste und wer weiß, wie scharf diese abblätternde Chromschicht ist, will sowas nicht mehr verwenden. Es folgte ein rechteckiger Grill, wieder aus lackiertem Stahl. Nach einigen Grillvorgänge hatte sich das Teil total verzogen und das Blech war wellig. Das hatte zur Folge, dass die Kohle zwischen den Blechteilen ungehindert auf den Boden fiel, auf dem Balkon nicht wirklich schick. Da las ich durch Zufall im aktuellen Aldi-Prospekt von einem Edelstahlgrill inkl. Edelstahlroste. Jau, dass wurde unser neuer Grill. Es handelte sich um einen Standgrill, den man auf und zuklappen konnte. Die Größe war schon recht eindrucksvoll und es war auch wirklich alles aus Edelstahl! Aber auch das Gerät hatte einen riesen Nachteil. Durch die aufgeklappten, auf Hochglanz polierten Edelstahlflächen sammelte sich die Hitze und strahlte frontal auf die lauernden Gäste. Das Dingen wurde so heiß, unerträglich auf einem Balkon in der Sommerzeit. Man kam sich da eher wie in der Sauna vor, außerdem war das eher Speedgrillen. Das Grillgut war extrem schnell verbrannt, wenn man mal 30 Sekunden nicht aufpasste. Nee, das war auch nicht der erwartete Grillsegen.

Es musste etwas Anderes her, etwas, was nicht so schnell seinen Geist aufgibt, ein Grill, der universeller einzusetzen ist, der gut zu reinigen ist, für den es viel Zubehör gibt, der trotzdem transportabel sein sollte und der eigentlich bis zur Rente Vergnügen bereiten sollte. Lange habe ich mich erkundigt, Tests gelesen, dann war es endlich soweit, der erste Weber-Grill war auserkoren, sein Dasein bei uns zu fristen.  Bei den Grundausstattungen muss man ein wenig aufpassen, wichtige Dinge lassen sich nicht so einfach nachrüsten, weil die entsprechenden Bohrungen im emaillierten dicken Stahlblech fehlen.

Weber Nummer 1:

Erworben wurde ein Weber One Touch Premium Special Edition mit 57cm Durchmesser, Deckelthermometer, Edelstahlklapproste, tuck away Deckel Slider, bei dem der Deckel sehr einfach nach dem Öffnen nach hinten gleiten kann. Praktisch und man verschrammt da nix bei. Das Thermometer im Deckel zeigt einem die Garraumthemperatur an, wichtig bei geschlossenem Deckel. Im Deckel und am Boden des Grills befinden sich zus. verstellbare Lüftungselemente, mit denen man schon sehr gut die gewünschte Temperatur einstellen kann. Der abnehmbare Aschetopf ist bei diesem Modell inbegriffen. Ich habe das Ganze noch mit einem Besteckhalter und dem Warmhalterost ergänzt.

Anbei ein Bild mit dem Kohlerost. Darunter erkennt man sehr gut den unteren Lüftungsschieber:

Hier ein Bild mit den eingesetzten Kohlekörben, die ich jedem nur wärmstens empfehlen kann. Man kann sie sehr einfach positionieren und erhält damit direkte und indirekte Grillzonen. Weiter zu sehen ist das Edelstahlklapprost und das Warmhalterost. Es bringt noch mal eine größere Entfernung zur Flamme.

Und noch ein Bild vom oberen Lüftungsschieber im Deckel. Hier sitzt der Deckel gerade seitwärts im tuck away Slider.

Wer nun glaubt, das sind Bilder von einem neuen Grill, nein, bei diesen Bilder war der Grill schon 3,5 Jahre in der Benutzung. Wie man einen Grill wieder so schön reinigen kann, zeige ich auch noch, ist auch recht einfach.

Danach folgte ein Weber Smokey Joe. Warum dieses? Naja, wenn wir mal nur zu Zweit grillen, macht es keinen Sinn den großen Weber anzuschmeißen. Außerdem kann man den Kleinen sehr gut auf dem Tisch platzieren, so dass jeder selbst grillen kann. Das ist wirklich total gemütlich! Der Kleine hat aber noch einen Vorteil. Er lässt sich recht einfach zu einem Watersmoker erweitern, ohne an ihm zu bohren, oder herumzuschrauben.

Was braucht man dafür?

Einen großen Topf aus Aluminium ( Bitte mal die Rezensionen lesen ),bei dem man in den Boden 10mm große Löcher bohrt, damit die Hitze der Briketts auch zum Gargut gelangt. Einen Edelstahl-Kuchenring, damit kann man in der unteren Schale des Grills schön die Briketts stapeln. Man benötigt noch einen Kuchenauskühler und eine Schüssel aus Edelstahl. Beides stellt man auf dem Topfboden und giesst ca. 2,5 Liter kochendes Wasser hinein. Das stabilisiert die Garraumtemperatur. Oben im Topf habe ich noch in verschiedenen Abständen Edelstahlschrauben eingesetzt, die es ermöglichen das originale Grillrost des Joes in verschiedenen Höhen einzusetzen. Zus. habe ich dem Topf noch ein Thermometer verpasst. So lässt sich die Garraumtemperatur sehr gut nachvollziehen und bei Bedarf regeln.

Smokey-Joe-old

Unten ein Bild vom zusammen gesteckten Water-Smoker. Pulled Pork und Beef Brisket ließen nicht lange auf sich warten!

Water-Smoker-Joe-old-3

Für den 57er Weber habe ich mir zudem noch den Rotesieraufsatz geholt. Mit diesem wirklich passgenauen und stabilem elektrisch betriebenen Drehspieß kann man in der Kugel wunderbar auch größeres Getier zubereiten. Bis dato war ein 6 Kg schweres Hänchen unser größtes Grillgut darin.

57er-mit-Grillspießaufsatz-old-2

Das ist übrigens auch der Grund, warum in der Neuzeit noch ein Weber-Grill, eine 47er Kugel, dazugekommen ist. Ist ein Braten auf dem Drehspieß, kann das Grillrost nicht benutzt werden. Bei mehreren Personen ist der Smokey Joe dann zu klein, also darf sich nun ein 47er dazugesellen. Der Trend geht ja eh zum Drittgrill;-)

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Dieser Grill ist ebenfalls mit einem Deckelthermometer ausgestattet. Zur Ablage der oberen Schale habe ich ein Slide a Side System von Weber verbaut, ehrlich? Das tuck away System des 57ers ist wesentlich besser. Innen sieht man wieder schön einen weiteren Edelstahl-Tortenring. Damit lassen sich die Briketts super platzieren. Auch dieser 47er besitzt, ebenso wie der 57er, das Aschetopfsystem. Hierbei kann man sehr gut die untere Luftzufuhr regeln und die Asche fällt nicht irgendwie irgendwo eventuell auf den Teller, sondern zielgenau in den Topf. So saut man sich den Balkon nicht mit herumfliegender Asche ein.

Er ist da, der neue Dutch Oven mit 7,5 Litern Fassungsvermögen. Hab ihn für wenig Geld bei Amazon bestellt, wohl wissend, dass mman dabei auch mal ein Exemplar erwischen kann, bei dem der Deckel nicht sauber schließt. Das ist hier nicht der Fall. Der Deckel liegt plan auf und schließt gut. Nun können die wärmeren Tage kommen, ich bin schon ganz gespannt...

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Der Topf ist auch gut austariert, sprich, er hängt in Waage, wenn man den Henkel anfasst und ihn anhebt.

Den 57er kleide ich mit Alufolie von innen aus, dann saut er nicht so schnell ein!

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Und so sieht der grillbereite 57er ohne den Drehspießaufsatz aus und wartet auf Benutzung.

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Tatatataaaaaa: Irgendwie überkam es mich. En richtiger Water-Smoker musste her, aber zu groß sollte er nicht sein. Die Wahl fiel, nach reiflichen Überlegungen und Recherchen, auf den 37er Weber Smokey Mountain Cocker. Die Qualität ist hier gegenüber den Mitbewerbern doch schon ausgezeichnet, was man bei der Materialdicke und der Verarbeitung deutlich erkennen kann. Gesagt und getan, anbei die Bilder vom Unboxing:

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And: Bring the Action.... Der WSM beim Smoken eines Hähnchens auf der Sandschale mit Whiskeyflavour.

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Und der Wahnsinn geht in die nächste Stufe. Ein Paella Gasbrenner fühlt sich nun bei uns zu Hause. Der Gasbrenner ist zweireihig mit einem Dreibeingestell. Anbei ein Bild von ihm, mit einer leckeren Paellavariante in der Pan.

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Frei nach dem Motto von James Bond: Der Grill ist nicht genug...

Da musste eine Konsolidierung des Sideboards her. Es erhielt eine neue Arbeitsplatte, sowie eine versenkbare Steckdosenleiste, ein Induktionsfeld und einen Spritzschutz mit dem korrekten Logo, welches indirekt beleuchtet ist!

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Das ist schon mal ein guter Anfang......

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Phase 2 und 3 sind nun abgeschlossen. Das Regal musste weg. Dafür wurde eine neue Wandverkleidung mit kleinen Regalen aus Erle Echtholz als Stecksystem verbaut. Ich finde, das sieht schon richtig nett aus. Wir lieben Grillgut.

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