Das Zubehör

 

Aus aktuellem Anlass bespreche ich hier zuerst die Kohlekörbe. Da gibts für den 57er Weber eigentlich nur das Original von Weber, welches im Set 30 Euro kostet. Leider ist die Qualität nicht sonderlich, was das Material betrifft. Die Abstimmung der Löcher auf den Grill ist aber klasse, ebenso die Passgenauigkeit. Heute war wieder Bummeln für Männer angesagt, also im Baumarkt. Da sehe ich von Obi ein Kohlekorbset. Die Verpackung war etwas kleiner, als bei Weber, also musste alles ausgepackt und verglichen werden. Die Abmessungen sind identisch, die Belüftungslöcher sehen ebenfalls sehr ähnlich aus. Das Material scheint auch gleich zu sein, nur kostet das Set nicht 30 Euro, sondern regulär 13,49 Euro. Ich hab das Set gleich mitgenommen. Artikelnummer bei Obi: 420500. Hersteller ist die Emil Lux GmbH & Co. KG aus Wermelskirchen

Was macht man mit den Kohlekörben eigentlich? Man heizt die Briketts im Anzündkamin ordentlich vor und füllt sie dann in die sich im Grill auf dem Kohlerost befindlichen Kohlekörbe. Diese kann man individuell im Grill aufstellen, um mit direkter und indirekter Hitze zu variieren. Das ist sehr praktisch. Zudem hats den Vorteil, dass ich den Grill an der Wanne von innen mit Alufolie auskleiden kann, die heiße Kohle liegt ja nicht mehr direkt an. So bleibt der Grill schön sauber!

So, wie sehen die Dinger denn eigentlich aus? Anbei die OBI-Kohlenkörbe:

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Anbei der Vergleich. Oben OBI, unten Weber..... Imho hat man da extra noch die Öffnungen anders geschnitten...

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AZK:

Wasn das? Früher wurden die Grillkohle, oder die Briketts in den Grill gelegt, Spiritus drüber gegeben und dann mit mehr oder weniger Wumms entzündet. Die Nachbarn hatten ihren Spass an der Feuersbrunst. Wenn der Spiritus nicht gereicht hat, wurds halt nichts mit der Glut. Das geht heute wesentlich eleganter und auch sicherer. Wir nutzen dazu einen Anzündkamin ( AZK ). Das ist ein Zylinder mit Griff und einem Bodenteil. Dort geben wir die Kohle oder Briketts hinein, legen etwas zum Anzünden unten drunter und erfreuen uns, dass wir nach 30 Minuten eine wunderbare Glut haben.

Solche AZKs gibts im Baumarkt für wenig Geld, teils sogar lackiert, aber lange Freude wird man daran nicht haben. Weber bietet ebenfalls zwei verschieden große AZKs an, jedoch auch von zweifelhafter Qualität, das ist aluminisiertes Stahlbleck und sieht sehr schnell extrem unschön aus. Besser machts da Rösle. Es gibt den AZK von Rösle in zwei Ausführungen, schwarz und Edelstahl blank. Ich empfehle den AZK in Edelstahl blank. Der bleibt nicht nur lange recht schick, der gammelt auch nicht und hat zudem einen Sprühfunkenschutz, der den Funkenflug beim Abkippen der Kohle/Brikkets in die Kohlekörbe eindämmt. Ist halt nicht so glühend heiß auf der Haut....  Anbei ein Bild vom Neuzustand.

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Für den Smokey Joe und den Watersmokeraufsatz nutze ich den kleinen Weber-AZK. Es gibt dazu keine Alternative. ANbei mal ein Bild vom AZK. Hier werden gerade ein paar Briketts für den Kohlering im Joe auf Hitze gebracht.

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Um zu erreichen, dass die Hitze sehr lange und gleichmäßig abgegeben wird, beim Smoken nutzen wir die Slow and Low-Methodik, gebe ich nur wenig Briketts in den sog. Minionring hinein. Die glühenden Briketts geben die Hitze ab und zünden nacheinander die anderen Briketts im Ring mit an. So erhalten wir bei guten Briketts schon 10-12 Stunden gleichmäßige Hitze, ohne nachzulegen.

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Um das Grillgut angemessen zu verzehren, nimmt man nicht das normale Besteck. Passend, etwas rustikal sollte es schon sein. Wir haben im Süden Frankreichs auf einem Flohmarkt schönes Besteck dafür erworben. Sicherlich ist das eine Laguiole-Imitation, sieht aber klasse aus.

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Ein größeres Stück Fleisch ruft förmlich nach Injektionen mit Marinaden. Bestens dafür geeignet ist die Fleischspritze von Rösle. Sie lässt sich in alle Einzelteile zerlegen und somit gut reinigen.

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Burger bereiten wir natürlich selber zu. Um die Paddies zu formen, eignen sich sog. Hamburgerpressen. Diese sollten beschichtet sein, dann löst sich der Paddy besser aus der Form.

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Nutzt man im Rotisserieaufsatz ein Funktthermometer, hat man normalerweise das Problem, dass sich das Kabel des Meßfühlers sehr schnell aufwickelt und zerstört wird. Dazu gibts eine Abhilfe, nämlich diese Kabeldurchführung. Sie wird auf dem Rotisseriestab aufgesteckt und festgeschraubt. Seitlich ist dann genügend Platz fürs Kabel, welches sich dann nicht mehr aufwickelt, sondern mit dem Spieß mit bewegt. Gibts nur in Petras Grillshop.

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Im 57er Weber ist genügend Platz um ein Warmhalterost mit aufzustellen. Dieses gibts natürlich auch von Weber. Es eignet sich hervorragend um Speisen etwas entfernter von der Glut zu platzieren, z.B. Fladenbrot.

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An der Grillkugel von Weber kann man auch etwas aufhängen, so man dieses praktische Zubehör von Weber erworben hat.

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Was soll ich daran aufhängen? Naja, vielleicht die Weber-Reinigungsbürste. Sie reinigt das Rost wirklich sehr gut vor!

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Wer sein Grillgut absolut perfekt auf den Garpunkt bringen möchte, der kommt eigentlich nicht darum herum sich ein Grillthermometer zu kaufen. Dieses sollte sehr genau sein, zudem einen temperaturstabilen und geschützten Fühler besitzen und bestmöglich noch via Funk angebunden sein. Da isser auch schon, von Santos aus Köln, bauglich mit dem deutlich teureren Pendant von Weber, das Santos Funk-Grillthermometer mit Sprachausgabe: Es ist fertig..... hehehehe

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Ah jetzt ja, wir brauchen etwas Scharfes, ein Messer. Aus Solingen bekommt man das Solicut Resolute Kochmesser mit Kullenschliff. Das Besondere an diesem Messer ist der Härtegrad und der alte Schliff! Das Dingen ist wirklich scharf, wie ein Rasiermesser. Wer mit Fleisch zu tun hat, hier ist das Messer dazu!

Solicut-Resolute-Messer

Jo und geschärft werden müssen Messer von Zeit zu Zeit. Ja, man kann dazu aufwendig verschiedene Schleifsteine und Abzieher nutzen, oder es sich einfach machen und trotzdem extrem gut geschärfte Messer im Haushalt vorhalten! Das Zauberwort heißt Vulkanus. Es gibt dieses Teil mit Kunststoffrahmen, oder, wie in unserem Fall, mit Edelstahlrahmen. Dem Schärfen ist es egal, welches Material da so an der Seite rum lungert... Der Schärfer ist einfach zu bedienen, die Messer werden extrem scharf und es gibt alles an Ersatzteilen im Handel.

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Rippchenhalter gibts viele, aber meist nur starr und unflexibel. Doch was machen die nordischen Völker? IKEA verkauft für kleines Geld einen variablen Tellerhalter Namens Variera. Das Dingen ist aus Edelstahl und sehr flexibel einsetzbar. Man muss nur daran denken die Kunststofffüße vorher abzuziehen.

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Wer kennt nicht das Problem, dass Speisen teils recht schnell erkalten. Das passiert natürlich öfters, wenn es Speisen gibt, die eine niedrigen Kerntemperatur haben, also selbst schnell auskühlen. Ein Kompromiss beim Grillen sind hier Holzteller. Sie sind nicht so kalt, wie Keramiken und kühlen das Grillgut nicht so schnell aus, zudem sehen sie am Tisch sehr nett aus. Wenns Teller sein sollten, dann muss hier zwingend ein Tellerwärmer her. OK, man kann die Teller auch im Herd vorwärmen, oder in einer Wärmeschublade, doch was, wenn im Herd vorher ein fetter Braten war? 275 Grad halten die Teller nicht aus. Im Grill gehts gar nicht, also kommen wir zum Tellerwärmer zurück und da möchte ich euch den von Domo vorstellen. Hier handelt es sich um einen elektrischen Tellerwärmer mit 170 Watt Leistungsaufnahme, der die Teller in ca. 60 Minuten auf 60 Grad aufheizt und das ganz nebenbei!  Das Gerät sieht aus, wie eine zusammen gelegte Stofftischdecke. In den Klappen können bis zu 8 größere Teller vorgewärmt sein. Ich füge einen link dazu zu Amazon bei, dort hab ich ihn auch gekauft. Wir sind sehr zufrieden, er funktioniert bestens!

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Ein gutes Schneidbrett ist wichtig, doch welches nehmen?

Im Gegensatz zur Gastronomie, wo nur Schneidbretter aus Kunststoff zugelassen sind, dar privat auch Holz eingesetzt werden. Holz hat mehrere Vorteile gegenüber Kunststoff. Die Messer werden nicht so schnell stumpf und Holz hat antiseptische Eigenschaften. Doch nicht jedes Holz ist wirklich gut geeignet. Buche und Eiche sind z.B. gar nicht geeignet. Ihr Holz ist sehr fest, neigt aber zum Reißen und Verzug durch Wasser. Bambus ist eigentlich gar kein Holz, neigt aber, genau wie Akazienholz, zum Verzug, Splittern und Reißen. Zudem ist in Bambusbretter viel Leim enthalten. Das beste Holz ist Teakholz. Durch seinen hohen Anteil an Ölen, der geschmeidigen Oberfläche, schont es die Messer und ist relativ resistent gegen Wasser. Es neigt nicht zum Spleißen und Reißen, oder gar dem Verzug.

Übrigens, die Pflege des Holzes ist recht einfach. Ab und an reibt ihr es mit Speiseöl ein, lasst das Öl einziehen und trocknet mit einem sauberen Tuch nach, fertig.

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Chrom, Edelstahl, oder Guss - Welches Rost soll ich nur nehmen?

Diese Frage stellen sich sicher viele Griller auf dieser Welt. Sie ist auch nicht so trivial zu beantworten.  Dazu müssen wir uns die Begleitumstände einmal anschauen.

Der Preis:

Ein verchromtes Stahlrost ist einfach und preiswert herzustellen. Wer einen preiswerten Grill nutzt, wird sich kaum ein deutlich teureres Rost dazu kaufen. Doch so schlecht ist das verchromte Rost gar nicht. Wenn hier auf entsprechende Dicke der Roststäbe geachtet wird, zudem auf eine qualitativ hochwertige Verchromung, der kann damit lange Freude haben. Blöd ist halt, wenn du mit sehr hohen Temperaturen arbeitest, brennt sich Öl- und Lebensmittel schon auf dem Rost ein und man ist gezwungen die Bürste zu nutzen. Wer dann das Rost wieder in den Neuzustand versetzen möchte, der wird so lange nicht Freude an ihm haben, weil er die Chromschicht abträgt und das Rost dann ungeschützt ist und rostet. Je niedriger die Temperaturen beim Grillen ist, desto weniger brennt sich auch fest.

Ein Edelstahlrost hat hingegen den Vorteil, ihr tragt da beim Reinigen mit der Stahlbürste kein Material ab und es kann einfach nicht rosten Öl- und Speisen brennen aber genauso fest. Der Reinigungsaufwand ist vergleichbar mit dem verchromten Stahlrost. Zudem hält Edelstahl die Wärme schlechter, als ein Chromrost. Das Branding wird minimal schlechter, dafür hält es ewig.

Gussroste, besser noch emaillierte Gussroste haben hier mehrere Vorteile. Die Roste sind dicker und Guss speichert Wärme ganz hervorragend. Das Branding ist wirklich klasse! Sie lassen sich sehr einfach reinigen, wobei man hier kein Spülmittel nehmen sollte, sonst muss es erneut eingebrannt werden. Dass versteht man darunter, das man das Rost mit hoch erhitzbarem Speiseöl einstreicht und bei hoher Hitze auf dem Grill einbrennen lässt. Mit der Zeit entsteht ein Patina, die auch vor Rost hervorragend schützt. Nach dem Grillen einfach mit ner Messingbürste den Speiseüberstand abbürsten, fertig.

Ich habe dazu im Urlaub den 37er Smokey Joe mitgenommen und auf das Chromrost ein emailliertes Gussrost gelegt. Das Gussrost war in kürzester Zeit wieder sauber, obwohl es den direkten Kontakt mit den Speisen hatte. Das Chromrost hingegen war nur sehr mühsam zu reinigen und musste zu Hause mit der chemischen Keule endgereinigt werden.  Doch wie sieht Grillgut mit tollem Branding vom Gussrost eigentlich aus? So....

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Zu Hause angekommen, hatten wir eine Filetvertestung, bei dem das runde Gussrost, auf dem Edelstahlrost liegend, zum Einsatz kam. Das Ergebnis war ein wunderbares Branding.

Als Tipp: Es gibt Gussroste auch im Kreuzdesign. Dann braucht ihr bei der Hälfte der Garzeit das Grillgut nicht um 90 Grad drehen.

Am Ende hat mich dies so überzeugt, dass ich bei der Firma PG- Metalltechnik GmbH ein emailliertes Gussrost für den 57er Weber erworben habe. Es misst im Durchmesser ca. 5mm weniger, als das orig. Rost, passt aber dennoch einwandfrei.

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Wir schreiben das Jahr 2019. Unendliche Weiten beim Grillzubehör und was erspähen meine Augen im Gammaquadranten des Toom-Baumarkes? Kohlekörbe aus Edelstahl und das für 19,99 Euro!

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Wie wir gleich sehen werden, sind sie ca. 2cm schmaler. Da das aber in den Ecken eh ein zu spitzer Winkel war, in dem sich nie Briketts aufhielten, macht das nichts am Fassungsvermögen aus. Ein Vergleich mit den 2 Jahre alten Körben von Obi, die, genau wie die Körbe nvon Weber, gammeln und rosten.

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Da das Auge mit isst, wurden diese erworben und wir schauen mal, wie sie sich halten. Die Erfahrungen mit dem Edelstahlanzündkamin von Rösle geben mir Hoffnung. Die Verarbeitung ist wirklich sehr gut!

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Ich bin gespannt und werde berichten...